Jusos Bayern verurteilen Brandanschläge im Nürnberger Land

12. Dezember 2014

Rassismus und neonazistische Gewalt werden immer noch unterschätzt

In der Nacht zum Freitag wurden in der mittelfränkischen Gemeinde Vorra (Landkreis Nürnberger Land) drei Gebäude, die als zukünftige Unterbringungsmöglichkeiten für Asylsuchende geplant waren, in Brand gesteckt. Dies verurteilen die Jusos Bayern aufs Schärfste. Aufgrund des erst zukünftig geplanten Einzugs von Asylsuchenden, sind glücklicherweise keine Personenschäden zu verzeichnen. Dennoch zeigt sich hier deutlich die zunehmende Radikalisierung rechter Strömungen.

In Anbetracht der dargebotenen Szenerie sowie Hakenkreuzschmiereien ist es mehr als unwahrscheinlich, dass kein einschlägiger rechter Hintergrund gegeben sei, so der Juso-Landesvorsitzende, Tobias Afsali. "Mit großer Bestürzung habe ich heute Morgen von diesen Anschlägen erfahren. Jahre und jahrzehntelang wurde die Gefahr von Rechts unterschätzt und über die bekannten Probleme hinweggesehen. Tatsächliche Konsequenzen aus den NSU-Morden fehlen bis heute. Es ist leider nur ein Frage der Zeit bis geistige Brandstiftung in tatsächliche umschlägt und es ist die Aufgabe der Staatsregierung, rechte Strukturen offensiv zu bekämpfen.", so Afsali. Ansatzpunkt müsse sein, antifaschistische Initiativen und lokale Bündnisse gegen Rechts zu unterstützen, um deutlich zu machen, dass in unserer Gesellschaft für Fremdenhass kein Platz ist. Andernfalls drohe ein Erstarken rechtsradikaler Tendenzen. "Das Asylrecht ist ein Menschenrecht, und dafür lohnt es sich, gesamtgesellschaftlich zusammenzustehen!"

Auch der Vorsitzende der Jusos Mittelfranken, Peter Reiß, pflichtet bei: "Wir dürfen nicht glauben, Ereignisse wie Anfang der 1990er Jahre könnten sich nicht wiederholen. Zwar wurden heute glücklicherweise keine Menschen verletzt, doch dies ist möglicherweise nur der nächste Schritt. Die Mehrheit der Menschen empfängt Asylsuchende mit offenen Armen und mit großer Hilfsbereitschaft, gerade auch hier in der Region. Der sichtbaren Militanz und Intoleranz müssen wir entschieden entgegentreten. Rassismus ist jedoch leider kein Phänomen an den Rändern der Gesellschaft, sondern muss gesamtgesellschaftlich bekämpft werden."

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