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Gleichstellung Karrierefrau und Quotenmann – ist Erfolg weiblich?

Über die Hälfte der Gesellschaft ist weiblich. Dementsprechend müssten in der Gesellschaft auch mindestens die Hälfte aller Positionen in sämtlichen Bereichen von Frauen besetzt und geführt werden – sei es in Wissenschaft und Forschung, in der Privatwirtschaft, im öffentlichen Dienst oder in der Politik. Die Realität im Jahr 2008 – 90 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechtes und vieler gleichstellungspolitischer Maßnahmen in Politik und Gesellschaft – ist nach wie vor eine andere. Frauen sind in Führungspositionen immer noch stark unterrepräsentiert.

Die Debatte über die Ursachen dieser weiterhin unbefriedigenden Situation muss aber wesentlich tiefgreifender und breiter angelegt werden, als die gegenwärtige Frauen- und Gleichstellungspolitik der Bundesregierung, die sich im Wesentlichen in Familienförderung und der Schaffung von mehr Kinderbetreuungsplätzen erschöpft. Nur wer den Mut zu umfassenden gesellschaftspolitischen Reformen aufbringt, wird eine echte Gleichstellung beider Geschlechter erreichen und insbesondere die zahlreichen Fallstricke auf der Karriereleiter vieler Frauen beseitigen können.

A) Frauen in Wissenschaft und Forschung:




1. Status quo Analyse:



1.1 Viele Studentinnen – wenige Professorinnen:



Studium und Studienabschluss

Das Geschlechterverhältnis ist so gut wie ausgeglichen: In Bayern lag die Quote im Studienjahr 2007 bei 49%, wobei es Unterschiede nach dem Hochschultyp gab: an den Universitäten betrug der Studentinnenanteil rund 54% an den Fachhochschulen dagegen nur rund 37%. Den ersten Hochschulabschluss erwarben mehr Frauen als Männer (52%).



Promotionen, Habilitationen, wissenschaftlicher Mittelbau

Die nachfolgenden Qualifikationsstufen sind von einem stufenweise abnehmenden Frauenanteil gekennzeichnet. In 2007 betrug der Frauenanteil an den Promotionen nur 42%; der Anteil bei den Habilitationen erreichte 25%. Nur rund ein Drittel aller wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter/-innen an den Universitäten sind Frauen.




Professuren

Von ca. 37.700 Professuren an deutschen Hochschulen waren im Jahr 2007 nur 16,3% mit Frauen besetzt. In Bayern betrug der Frauenanteil auf Professuren lediglich 12%. Damit ist Bayern das Schlusslicht unter allen Bundesländern.




1.2 (Un-)Vereinbarkeit von Studium und wissenschaftlicher Tätigkeit mit Familie:



Elterngeld für Studierende:




Fehlende Kinderbetreuungsangebote:




Lange Qualifikationsphasen in prekärer Beschäftigungsverhältnissen:

Lange Qualifikationsphasen in prekären Beschäftigungsverhältnissen kennzeichnen die Lage des sog. wissenschaftlichen Nachwuchses an den Universitäten und erschweren die Vereinbarkeit mit Familie ungemein:




1.3 Führungspersonal an Hochschulen:



Im Bundesvergleich weist Bayern einen erheblich unter Durchschnitt liegenden Frauenanteil in höheren Positionen und auf Professuren auf (letzter Platz im Länderranking des CEWS).



Besetzungsverfahren für Leitungspositionen:




Situation der Frauenbeauftragten:

Mit Einführung einer angeblichen Autonomie der Hochschulen hat sich die Situation der Frauenbeauftragten deutlich verschlechtert, da

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