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Bildungsstreik Der Kampf um bessere Bildung geht weiter!
Zur Räumung des Audimax in der LMU München erklären die Jusos Bayern: „Wir bedauern, dass die Leitung der LMU die Auseinandersezung hat eskalieren lassen und nach dem gescheiterten Versuch des ‚Aushungerns‘ der Studierenden nun das Audimax geräumt wurde. Mit der Räumung sind aber die Forderungen der Studierenden nicht erledigt. Mit Ausnahme von Bamberg ist bisher die einzige Reaktion der Verantwortlichen gewesen, sich gegenseitig die Schuld an den teils katastrophalen Zuständen an Bayerns Hochschulen zuzuschieben: Die Hochschulleitungen verweisen auf das Wissenschaftsministerium und die Kultusministerkonferenz, das Wissenschaftsministerium auf die Hochschulleitungen. Das muss ein Ende haben, jetzt muss gehandelt werden.
Es bleibt dabei: Studiengebühren müssen weg. Sie schrecken erwiesenermaßen vor allem junge Menschen aus sozial schwachen Elternhäusern und Frauen von der Aufnahme eines Studiums ab. Und immer klarer zeichnet sich auch ab, dass Studiengebühren nicht die Lehre verbessern, sondern staatliche Kürzungen an den Hochschulen ausgleichen.
Auch bei Bachelor- und Master-Studiengängen sind Veränderungen unumgänglich. Die Verschulung muss aufhören, es muss wieder mehr Freiräume geben, in denen Studentinnen und Studenten selbst Schwerpunkte für ihr Studium setzten können. Und für jeden und jede, der oder die einen Bachelor-Studiengang abschließt, muss ein Master-Studienplatz zur Verfügung stehen.
Schon seit Jahren fordern die Jusos Bayern und die Juso-Hochschulgruppen die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft und eine Redemokratisierung der Hochschulen. Wenn sich zum Beispiel der Erlanger Uni-Präsident damit rühmt, seine Hochschule wie ein Unternehmen zu führen, dann ist das kein Erfolgs-, sondern ein Alarmzeichen. Hochschulen nehmen wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahr, und deswegen müssen sie auch demokratisch gesteuert werden.
Jetzt müssen Politik und Hochschulleitungen an die Umsetzung der Forderungen gehen. Die Gesetzentwürfe zum Beispiel für die Einführung der Verfassten Studierendenschaft und eine demokratische Ausgestaltung der Hochschule liegen durch die SPD seit Jahren auf dem Tisch. Die Abschaffung der Studiengebühren muss finanzierbar sein, wenn die Staatsregierung nebenbei ein paar Milliarden in Kärntner Banken versenken kann. Und die Entschlackung der Bachelor-Master-Studiengänge ist ebenfalls schnell möglich. Schluss mit dem Schwarze-Peter-Spiel, auf zum Handeln.“
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